Die Klausuren rücken näher

Wir haben jetzt Anfang Januar, an den meisten Hochschulen ist es in einem Monat so weit und die Klausuren des WiSe 2012/13 stehen an. Für viele Studierende bedeutet dies, dass die vormals eher sporadisch aufgesuchte Bibliothek nun regelmäßiger frequentiert wird – überall sitzen Menschen mit Büchern und Skripten vor den Nasen und versuchen, sich das notwendige Wissen einzuhämmern. Auch für die „Erstis“ heißt es demnächst das erste Mal Uniklausuren schreiben – für viele ein gewisser Schock. Verständlicherweise herrscht gerade bei denen, die noch keine Klausur an der Uni geschrieben haben, eine gewisse Unruhe, wie die Modalitäten sind. Wir möchten daher einmal auf die wichtigsten regeln eingehen.

Im Gegensatz zur Schulzeit hat jeder Studierende in Bachelor/Master Studiengängen nun drei Versuche für eine Klausur. Bestanden ist eine Klausur, wenn mindestens eine 4,0 erreicht wurde. Wer drei Mal durch eine Pflichtklausur durchfällt, für den hat sich das Studium erledigt, in aller Regel wird man nach dem dritten Fehlversuch automatisch exmatrikuliert. Zwar besteht theoretisch die Möglichkeit, einen Härtefallantrag zu stellen, doch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man diesen durchbekommt nicht eben hoch, so dass man sich darauf nicht verlassen kann. Automatische Exmatrikulation heißt in diesem Fall auch, dass man auch an einer anderen deutschen Hochschule den Studiengang nicht mehr aufnehmen darf. Wer also als Bachelorstudent BWL bei Finanzierung drei Mal durchfällt, der darf an keiner deutschen Uni, FH, Fernuni,… mehr ein Bachelorstudium BWL beginnen. Einzige Ausweichmöglichkeit wäre in einem solchen Fall eine ausländische Hochschule. Ebenso wichtig zu wissen ist, das man nach einer bestandenen Prüfung diese im Allgemeinen nicht noch einmal wiederholen kann, um seine Note zu verbessern – auch dann nicht, wenn man bereits beim ersten Versuch bestanden hat. Mit 4,0 zu bestehen, mag für manchen Studierenden ärgerlich sein, da er sich Chancen auf eine bessere Note ausgerechnet hatte, doch eine Verbesserung ist dann nicht mehr möglich.

Ansonsten gibt es nur wenige Änderungen im Vergleich zur Schulzeit. Wenig überraschend dürfte die Tatsache sein, dass versuchtes Abschreiben, ebenso wie Spickzettel, Handy etc. unverändert zum Nichtbestehen der Klausur führt. Zwar wird das natürlich auch hier je nach Hochschule und Studiengang unterschiedlich strikt gehandhabt, doch sollte man es besser nicht darauf ankommen lassen. Ausnahmen beim Spickzettel gibt es natürlich bei Open-Book-Klausuren, wenn also bestimmte Unterlagen mit in die Klausur hinein genommen werden dürfen. Dies wird jedoch vor der Klausur explizit angesagt. Auch die anderen regeln werden hier natürlich wiederholt, so dass man sich keine Gedanken machen muss, etwas nicht mitbekommen zu haben. Wir wünschen allen unseren Lesern bei den bevorstehenden Klausuren viel Erfolg: Faire Aufgaben, wohlwollende Korrektoren und natürlich auch die gewisse notwendige Portion Glück.

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